Lexikon

Bedienkonzept

Ein Bedienkonzept ist eine Vorstellung darüber, wie ein technisches Gerät oder eine Software bedient werden soll. Dokumentierte Bedienkonzepte eröffnen Technischen Redakteuren die Möglichkeit, die Bedienung eines Geräts/einer Software bereits während der Entwicklung zu beschreiben.

Bestimmungsgemäße Verwendung

Die bestimmungsgemäße Verwendung muss in einer Bedienungsanleitung genannt werden, um Sicherheitsrisiken auszuschließen, die durch eine Zweckentfremdung des Produkts entstehen können. Dies wird auch in der Maschinenrichtlinie (2006/42) explizit gefordert.

Funktionsdesign®

Als Funktionsdesign® wird eine Methode zur Strukturierung und Standardisierung von technischen Dokumenten bezeichnet. Die urheberrechtlich geschützte Methode wurde von Jürgen Muthig und Robert Schäflein-Armbruster entwickelt.

Gerätebeschreibung

Eine Gerätebeschreibung ist ein Teil einer Bedienungsanleitung, in welchem ein Überblick über den Aufbau eines technischen Geräts gegeben wird. In der Software-Dokumenatation wird hier meist ein Überblick über die Bedienoberfläche der Software gegeben.

Hamburger Verständlichkeitsmodell

Als „Hamburger Verständlichkeitsmodell“ oder einfacher „Hamburger Modell“ bezeichnet man eine Theorie, mit der die Verständlichkeit von Texten anhand der 4 Kriterien Einfachheit, Gliederung/Ordnung, Kürze/Prägnanz und Anregende Zusätze beurteilt werden kann. (vgl. Langer, Schulz v. Thun, Tausch 1981:14-19).

Leistungsbeschreibung

Eine Leistungsbeschreibung ist ein Text aus dem hervorgeht, was man mit einem technischen Gerät oder einer Software machen kann. Zur Leistungsbeschreibung gehört auch die Angabe der bestimmungsgemäßen Verwendung.

Redaktionsleitfaden

Ein Redaktionsleitfaden (auch Redaktioshandbuch) ist ein Dokument, das Vorgaben für die Arbeit einer technischen Redaktion enthält. In einem Redaktionsleitfaden kann z.B. festgelegt sein, welche Prozesse vor Freigabe eines Dokuments durchlaufen werden, wie Dateien benannt werden oder welche Terminologie verwendet wird. Ein Redaktionsleitfaden enthält in der Regel auch einen Styleguide.

Was-macht-Wer-Matrix

Eine Was-macht-Wer-Matrix ist ein Dokument, das eine Zuordnung von Tätigkeiten und Personengruppen enthält. Eine Was-macht-Wer-Matrix wird in der Technischen Redaktion verwendet, um zu ermitteln, welche Dokumente mit welchen Inhalten erstellt werden müssen. Darüber hinaus kann auf Grundlage einer Was-macht-Wer-Matrix auch ein Modularisierungskonzept erstellt werden.

Lokalisierung

Als Lokalisierung bezeichnet man die Anpassung eines Produkts an die Kultur eines Landes oder einer Region. Zur Lokalisierung von Technischen Dokumenten gehört neben der Übersetzung auch die Berücksichtigung kultureller Symbole, die nicht zur Sprache gehören.

Benutzertest

Der Benutzertest, auch Usability-Test genannt, ist eine Evaluationsmethode. Hier wird die Benutzung eines Produkts während einer konkreten Aufgabenstellung beobachtet. Ziel von Benutzertests ist es häufig, Verbesserungsmöglichkeiten ermitteln. Werden Benutzertest bereits mit Prototypen durchgeführt, können Mängel noch während der Entwicklungszeit erkannt werden.

DTP

DTP steht für Desktop Publishing. Als DTP-Programm bezeichnet man eine Software, mit der man professionelle Drucksachen erzeugen kann. In der Technischen Redaktion werden z.B. Adobe FrameMaker oder Adobe InDesign eingesetzt.

Expertenvaluation

Die Expertenevaluation ist eine Evaluationsmethode, bei der ein Produkt nach bestimmten Qualitätskriterien bewertet wird. Expertenevaluationen werden meist von Experten in einem bestimmten Gebiet durchgeführt (z.B. einem Lernpsychologen). Wenn die Qualitätskriterien dokumentiert (z.B. in Form einer Checkliste), können diese Evaluationen auch von Laien durchgeführt werden.